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I II III IV


siebzehn.

Gedichte lesen

Wer
von einem Gedicht
seine Rettung erwartet

der sollte lieber

lernen

Gedichte zu lesen

Wer
von einem Gedicht

keine Rettung erwartet
der sollte lieber

lernen

Gedichte zu lesen

(Erich Fried)


ich lese seine gedichte, wie ich jeden text lesen möchte. und irgendwie hat er immer recht. das ist das gute.

was ich so mache: im garten gitarre spielen, mit hannes und a-l durch den wald laufen, draußen sein, lesen, ins theater gehen, bücher kaufen, im park liegen, gedichte kleben, zu zusammenhangslos schreiben, briefe verschicken, das leben schön finden.
was ich so machen will: im garten klavier spielen (wer trägt es mir nach draußen?), angefangene prosa zu ende bringen, mehr briefe schreiben, mich verlieben, vom leben schön gefunden werden.

nächsten sonntag ist die theo-lesung. ich bin ein bisschen aufgeregt. ein bisschen. ich weiß, ich werde mir zu nackt vorkommen, wenn ich dieses gedicht lese, das so sehr ich war, dass ich es inzwischen hasse.

ich kann typen nicht leiden, die im theater an den falschen stellen lachen. toll sind die, die an den stellen lachen, von denen ich vorher gar nicht wusste, dass sie lustig waren. sowas gibts auch.

und jetzt werde ich lesen lesen lesen, versuchen auszublenden, dass übermorgen wieder schule ist und ich noch massig hausaufgaben machen muss und essen. ich hab hunger. und mein kopf tut weh. aber der hunger überwiegt.

schreibt mir jemand einen brief?

10.4.10 15:35
 


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bisher 12 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Lisanne / Website (10.4.10 20:47)
Marie, du kannst mir einen Brief schreiben. Ich schreibe auch bestimmt zurück, weil ich Briefe sehr, sehr, sehr mag. Ich habe heute wieder festgestellt, dass ich Leute nicht leiden kann, die im Theater dumm lachen.


naddy (10.4.10 21:21)
ich wünsch mir so sehr, dass du da bist. jedes wort ist ein galgen. ich habe so wenig geweint, dass ich glaube, es ist zu viel. mariemarie, ich fühl mich sehr klein, man kann über mich drübersteigen und in einer hand halten. ich bin das salz in der suppe, wenn man sagt: sie ist versalzen. mir geht es nicht gut, das ist ein satz, den ich gerne sage, weil ich bei diesen worten wenigstens noch ein t-shirt habe und mich weniger nackt fühle. auch etwas, das man dieser tage sehr merkt: nackt mit socken fühle ich mich nackter als nackt nackt und ohne socken und so nackt.
in unserem zeitalter kann man sich das brauchen ja nicht abgewöhnen, marie und etwas, das ich brauche, ist jemand, dem ich nicht sagen muss "verstehst du", weil es darum nicht geht, ist einer, der bei gedichten nicht fragt "münder" - wieso plural, es gibt doch nur einen; das ist so jemand, der mir kleider mitbringt, wenn er kommt und mir keine wegnimmt; das ist jemand, der mir nicht sagt, ichliebedich, um es später in der waschmaschine zu waschen, viel zu heiß, dass es eingeht zu einem dubedeutestmiretwas; das ist jemand, bei dem ich schreien will: du bist mir egal, der mich umarmt, mich liebt, mich begreift und im begriffen sein weiß, was ich uns bin, wenn ich sage: ich will dich, so gut ich kann. und ich könnte niemals mehr als ein strick sein.
marie. ich brauch dich, glaub ich gerade. man kann sich das nicht abgewöhnen. alles ist mir zu wenig und ich mir zu viel.


Eiske / Website (11.4.10 11:18)
hast Du meinen bekommen?
ich gebdir den unfertigen montag.


lisa / Website (11.4.10 11:41)
ich lese grad murakamis "wie ich eines schönen morgens im april das 100%ige mädchen sah" und da sind geschichten, die sind wunderschön und andere, die sind total behindert und irgendwie ist das, wie jemanden zu lieben, den man eigentlich hasst.

in einer geschichte ist ein grünes, hässliches monster, das spricht immer so komisch...

ich hab dir sogar schonmal einen brief geschrieben. naja. so ähnlich.


naddy (12.4.10 14:43)
seine gesammelten gedichte, marie? oder irgendwelche gedichtebände? habe hier nämlich nur zweimal liebesgedichtebände von fried rumliegen und da mag ich immerzu 90% wegwerfen, weil mir das gegen den strich geschrieben ist, irgendwo dorthin, wo man nur schwärmt und nicht liebt. also, marie? ich muss sowieso noch viel viel viel mehr bücher bestellen (:


naddy (12.4.10 14:46)
und marie: ich werde meinen blog wieder eröffnen. anna hat ihn gefunden und liest quer und sowieso: meine facebook-pinnwandeinträge sind zu lyrisch, und klein und knackig und: ich brauch wieder was tagebuchartiges... jawohl (: das find ich jetzt toll und morgen kannst du (oder heute?) das erste mal wieder nadja lesen. das klingt doch nach was, ne? (:


X / Website (12.4.10 19:46)
Ich mag, was du schreibst. Und wie du schreibst. Gefällt mir sehr hier.


Eiske / Website (13.4.10 20:33)
ich gebs dir morgen


naddy (14.4.10 18:34)
ich hab vierfünf mundvoll leichenteile von puzzelteilköpfen, -händen und -füßen. dafür allerdings: fertige meinungen, prinzipien und oder vorurteile. das nennt man dann "menschlich" und kehrt den tod stückchenweise in wiederverschließbare plastiksäckchen. marie? ich habe vielleicht genug menschenbilder, womöglich stehn sie nur alle im falschen winkel, denn dieses handvordenmundschlagen und dieses "ich versuche gerade, das du in meinem kopf um dieses bild zu ergänzen, aber es passt nicht rein, nirgendwohin passt das." ist mir ein reien am nacken, dass ich mir scheren und messern den kopf abschneiden möchte, in die ecke ecke ecke und-
manchmal fall ich um, als gäbe es vielleicht doch kein morgen mehr.


lisa / Website (14.4.10 19:48)
darf ich mir das mal ausleihenß (:

ich mochte die erste geschichte sehr und auch die anderen, in denen keine komischen Monster drin vorkommen oder tanzende Zwerge. Ich glaube, der Zwerg war ziemlich hässlich. ^^


lisa / Website (15.4.10 16:13)
ach naja, manchmal sind da so einträge im blog, zu denen man gar keine kommentare braucht. steht wieder die frage: warum schreibt man es dann? aaarg udn ich sollte aufhören immer "man" zu sagen, wenn ich von mir rede. ^^

hast du es schon durchgelesen?!


naddy (17.4.10 17:17)
marie? wann bist du online?

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